Vielleicht gefällt euch das was ihr seht nicht, aber ihr müsst es kennen, um aktive Gestalter unserer Zeit werden zu können… so sprach Pier Luigi Siena, der erste Museion-Direktor, zu den kleinen BesucherInnen der zeitgenössischen Ausstellungen und vermittelte ihnen so eine Botschaft von zeitloser Aktualität. Gemeinsam mit Karl Nicoussi-Leck, mit dem ihn, trotz mancher visionärer Divergenz, der unerschütterliche Glaube an den Erfolg des gemeinsamen Projektes einte, gründete er in den 80er Jahren das damalige Museum der modernen Kunst. Siena brachte die Ausstellungen bahnbrechendster italienischer Künstler, die er alle auch persönlich kannte, nach Bozen: von Afro bis Perilli, von Burri bis Vedova. Sein unermüdlicher Einsatz für die zeitgenössische Kunst – ob als Visionär, Talentsucher oder Kommunikationsgenie – hat der Kunstszene des gesamten Territoriums entscheidende Impulse verliehen. Zehn Jahre nach seinem Tod widmet ihm Museion einen besonderen Abend, mit vielen Erinnerungen und Anekdoten aus seinem Leben – erzählt von den Menschen, die das Glück hatten, diese außergewöhnliche Persönlichkeit zu Lebzeiten kennen zu lernen.

Museion Bozen 14.11.2013 19.30 Uhr

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